Wie du als Einsteiger deine Freelancer-Preise festlegst
Eine einfache Methode, um deinen Mindestpreis zu berechnen, zwischen Stunden-, Tagessatz und Pauschale zu wählen und deinen Preis zu nennen, ohne dich unter Wert zu verkaufen.
6 Min. Lesezeit · Vom Prospera-Team · 4. November 2026
Die Falle eines zu niedrigen Preises
Viele Freelancer setzen am Anfang einen niedrigen Preis, um erste Kunden zu gewinnen. Das Problem: Ein zu niedriger Preis zieht Kunden an, die alles verhandeln, zwingt dich, viel zu viel zu arbeiten, und lässt sich bei denselben Kunden später nur schwer erhöhen.
Berechne deinen Mindestpreis
- Leg fest, wie viel du dir jeden Monat auszahlen möchtest.
- Rechne deine Kosten dazu: Sozialversicherung, Steuern, Software, Ausstattung, Versicherungen, Steuerberatung, falls vorhanden.
- Schätze deine wirklich abrechenbaren Tage: Zwischen Akquise, Verwaltung und Urlaub rechnet man selten mehr als 3 bis 4 Tage pro Woche ab.
- Teile die Summe durch diese Zahl von Tagen: So erhältst du deinen Mindest-Tagessatz, unter dem du Geld verlierst.
Leg bei jeder Zahlung sofort den Anteil für Steuern und Abgaben zur Seite, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Stundensatz, Tagessatz oder Pauschale?
- Stundensatz: einfach für kleine Aufgaben, aber der Kunde schaut auf die Uhr.
- Tagessatz: üblich für lange Projekte oder Einsätze vor Ort.
- Pauschale: ein Preis für ein definiertes Ergebnis (ein Video, eine Website, ein Logo). Der Kunde weiß, was er bezahlt, und du verdienst mehr, wenn du effizient arbeitest. Leg genau fest, was enthalten ist und wie viele Korrekturschleifen.
Schau auf den Markt, ohne dich am Billigsten zu orientieren
Vergleiche die Preise anderer Freelancer deines Berufs und deines Niveaus (auf ihren Websites, Plattformen, in Freelancer-Gruppen). Nutze sie als Orientierung, nicht als Ziel: Dein Preis hängt auch davon ab, was deine Arbeit dem Kunden bringt.
Deinen Preis selbstbewusst nennen
- Nenne einen klaren Preis, keine vage Spanne.
- Erinnere daran, was der Kunde bekommt, bevor du den Betrag nennst.
- Biete zwei Optionen an (einfach und komplett), statt den Preis zu senken.
- Halte dein Angebot immer schriftlich fest, bevor du beginnst.
Ein guter Preis lässt sich viel leichter verteidigen, wenn du mehrere Interessenten gleichzeitig hast: Ist dein Kalender voll, musst du nicht mehr jeden Preis akzeptieren.
Häufige Fragen
Sollte ich meine Preise auf meiner Website zeigen?
Ein „ab“-Preis schafft Vertrauen und filtert zu kleine Anfragen. Den genauen Preis nennst du dann im Angebot.
Wann sollte ich meine Preise erhöhen?
Wenn dein Kalender voll ist, wenn du bessere Beispiele zeigen kannst, oder zu Beginn jedes Jahres für neue Kunden.